Wirkliches und Unwirkliches

Nichts „Wirkliches“ kann bedroht werden. Nichts „Unwirkliches“ existiert. Das Ergebnis dieser Erkenntnis ist Frieden.

Was ist das „Wirkliche“?

Dass Wahrnehmung nicht gleich die Wirklichkeit ist, haben wir bereits erkannt und auch alle schon einmal erfahren.

Beispiel:

Ein Spaziergang im Wald auf einem schmalen Pfad. In einiger Entfernung scheint der Pfad so schmal zu werden, dass es kein Durchkommen gibt. (siehe Bild oben)

Unsere Sinne, in diesem Fall das Sehen mit den Augen, gaukeln uns etwas als „Wirklichkeit“ vor, was nicht wirklich ist.

Und viele kennen sicher das Bild von der alten und jungen Frau …

Genauso verhält es sich mit unseren anderen Sinnen und dessen Wahrnehmungen. Sie zeigen uns nichts „Wirkliches“. Was sollte also bedroht werden?

Wenn nichts „Unwirkliches“ existiert, was existiert dann? Was meint existieren?

Im Duden steht: Existieren wäre gleich „wirklich sein“. Also kann „Unwirkliches“ nicht existieren.

Wissenschaftler behauten, wir würden nur 20 % von dem wahrnehmen, was um uns tatsächlich existiert … also wirklich ist. Wie könnten wir da behaupten, die Wirklichkeit zu kennen, wenn wir nur einen geringen Bruchteil davon wahrnehmen und nicht einmal diese Wahrnehmung annähernd der Wirklichkeit entspricht?

Wenn wir das Wirkliche nicht kennen, woher wollen wir dann „wissen“, wann Etwas bedroht werden kann und wie? Durch Informationen, die wir angesammelt haben? Aus welchen wir dann Konzepte basteln und diese als die absolute Wahrheit in den Raum stellen und verteidigen? Alles was nicht unseren Vorstellungen entspricht, muss angegriffen werden. Warum? Wer hat da vor wem Angst?

Auf Grund unserer Vor – Stellungen … auf Grund der Informationen und Gedanken, die wir vor uns hin stellen, basteln wir unsere Wirklichkeit, die wir wahr – nehmen … also für wahr halten und versuchen dann danach zu leben. Was für ein herrliches Spiel.

Um das ganze aufzudröseln könnten wir uns weiter mit den Sinnen, der Wahrnehmung, der Wirklichkeit und all den ganzen Konzepten und Regeln und Vorstellungen beschäftigen. Oder wir kehren dahin zurück wo alles angefangen hat. Bei uns selbst. Bei jedem einzelnen Selbst.

Und schon sind wir wieder bei der Frage: Wer bin „ICH“?

Nicht: Wie nehme ich wahr. Wenn ich nicht weiß, wer ICH bin, wie kann ich dann untersuchen, wie ICH was tue?

Was ist meine Vorstellung von ICH und was bin ICH tatsächlich? Und bin ICH was oder BIN ICH einfach?

Alles, was du glaubst zu sein … was du gelernt hast zu sein … was man dir erzählt hast, das du bist … alles das sind Gedanken, Informationen, Ideen, Vorstellungen … alles das bist du nicht!

Wow! Was bleibt dann noch übrig?

Du hast ein Auto … Du bist nicht Dein Auto!

Du hast einen Namen. Du bist nicht Dein Name!

Du hast einen Beruf / ein Hobby. Du bist das aber nicht!

Du hast eine Familie. Du bist nicht Deine Familie!

Du hast einen Körper. Du bist nicht Dein Körper!

Jetzt rebellierst Du? Warum beim Körper? Weil Du Dich für einen Körper hältst? Könnte Dein Körper ohne dich sein? Könnte er sich bewegen, sprechen, springen, tanzen ohne Dich?

Du hast Schmerzen. Du bist nicht der Schmerz! Du hast Talente. Du bist nicht das Talent!

Du hast Augen. Du bist nicht Deine Augen. Das gleiche gilt für Deine Arme, Beine, Nase, Ohren … Du bist nicht der Körper!

Jetzt verstanden? Denk nicht darüber nach. Fühl da hinein.

Du hast ein Haus. Du bist nicht Dein Haus. Du hast Kleidung. Du bist nicht Deine Kleidung …

Was bist Du? Was denkst Du, was Du bist? Was fühlst Du was Du bist?

Und gibt es da einen Unterschied?

Das muss zuerst geklärt werden, bevor wir weiter über Wirkliches und Unwirkliches sprechen können.

Wer oder was bin ICH? Bin ich wer oder was? Oder ist alles was gefühlt wird nur „ICH BIN“ und alles, was danach folgt schon wieder ein Gedanke, eine Vorstellung, eine Idee.

Fühle es. Erfühle es. Lass Dir ruhig Zeit. Wir sind nicht bei der Jagd …

 

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