Die Vorstellung von Raum und Zeit …

Die Vorstellung.

Stell Dir vor … stell es vor Dich hin … die Vorstellung …

Stell Dir vor, das Universum ist der Raum in dem Du Dich jetzt befindest. Und kein einziges Wesen, auch Du nicht … befindet sich darin. Was gäbe es auszusagen?

Nichts! Denn ohne eine bewusste Emp – „Findung“ gäbe es keine vorhandene Tatsache.

Erst mit dem Erscheinen eines Wesens … mit dem Erscheinen von Bewusstsein im Raum, schafft sich Erscheinung, Bewegung und Gestaltung. Erst mit dem Bewusstsein gibt es Körper, Eigenschaften, Kräfte, Wirkung, Entfaltung und Leben in endloser Fülle und endlosem Wechsel … aus dem Bewusstsein heraus entsteht die Welt.

So „er – scheint“ dem Wesen dieser Raum groß oder klein, hell oder dunkel, heiß oder kühl, den Sinnen erwünscht oder unerwünscht.

Den Boden auf dem das Wesen steht, fühlt es „unter“ sich und die Decke sieht es „über“ sich. Eine geschlossene Wand erscheint ihm zur „linken“ Seite, eine andere zur „rechten“ Seite des Raumes.

Dies alles sind Be – Ziehungen und Ur – Teile des Wesens in Bezug auf seine „Um – Welt“, die unbestreitbar scheinen. Aber wenn dem einen Wesen nun ein anderes gegen – über tritt, behauptet es, die Seite, die mit rechts bezeichnet wurde, wäre die linke und umgekehrt. Die Urteile beider Wesen können nicht zutreffend sein, denn sie wider – sprechen sich, sind „Gegen – Sätze“, die einander ausschließen und zu Nichts aufheben.

Hier geschieht es … dass ein Ding ( Vorstellung, Idee, Erscheinung ) mit einer bestimmten Bezeichnung und gleichzeitig mit der gegenteiligen Bezeichnung, mit der gegenteiligen Vor-Stellung benannt wird.

Wer von den beiden Ur – Teilenden / Unter – Scheidenden hat Recht?

Wer kennt DIE Wahrheit?

Keiner – oder/und beide? Die Wand ist beides, rechts und links, je nach Stand – Punkt des Wesens … Und sie ist weder rechts noch links ohne Wesen in Beziehung / Bezug.

Keine Lösung? … Auch wenn der Gegenüber – stehende zur Dir tritt und Deine Perspektive einnimmt und Dir nun zustimmt … Auch wenn noch mehr Wesen zu Dir / neben Dir stehen, ein – sichtige Wesen, sich für wissend haltend, und fällen das gleiche Urteil … selbst wenn über tausende von Jahren alle das gleiche Urteil fällen und es unter Strafe steht, ein anderes in Er – Wägung zu ziehen … Die Wand bleibt was sie wahr – haft ist, weder das eine noch das andere.

Wechselst Du den Stand – Ort und stehst Dir selbst gegenüber, so widersprichst Du … aus Deiner augenblicklichen Wahrnehmung heraus … Deinem eigenen Ur – Teil … Deinem eigenen Unter – Scheiden. Aus rechts ist links geworden und aus links rechts.

Erkenntnis:

Das Urteil, der Unterschied ist immer in Dir. An dem Ding an sich haftet nicht ein Hauch von Unterscheidung.

So einfach … und immer noch ein Zweifel im ICH.

Stell Dir nun vor, der Raum in dem Du Dich befindest hat nur runde Wände und ist selbst eine Kugel. So dürftest Du nicht mehr die ganze Wand, sondern nur einen gedachten Punkt mit rechts und links be – zeichnen. Und dieser Punkt würde nun selbst – verständlich bei jeder Bewegung von Dir eine andere Stelle der Wand treffen. Jede kleine Bewegung von Dir lässt die Unterscheidung / Beurteilung von rechts und links durcheinander schwirren, immer mit gleichem Recht und gleichem Unrecht mit rechts und links benannt.

Erkenntnis:

Die Gegensätze haften als solches nur an Dir. Sie entstehen aus Dir und bewegen sich mit Dir. Sie folgen Dir, gehen und stehen mit Dir, sie ent – stehen und ver – gehen mit Dir. Rechts und links ist da wo Du es denkend willkürlich hinver – legst. Überall und Nirgends.

Die Vorstellungen Rechts und Links sind an sich NICHT.

Sind Unterscheidungen in Dir … von scheinbarer Verschiedenheit … doch ununterschieden an sich.

Sind Dinge von scheinbarer Bedeutung … bedeutungslos an sich?

Die Wirkung Deiner Vorstellung in Dir wirkt im Außen auf Dich … Wirklichkeit … doch nicht Wahrheit.

Dir „erscheinen“ Deine Unterscheidungen durch von Dir getroffenes Urteil außerhalb von Dir als Eigenschaften von Gegenständen … und sind doch nur Kennzeichnung Deines Stand-Ortes im Raum … damit Dein ZU – STAND zum GEGEN –STAND … Deine „gewählte“ Haltung, Dein VER – HALTEN … Dein VER – HÄLTNIS zu den Dingen / Erscheinungen im Raum.

Du nimmst frei – willig eine STELLUNG ein … willkürlich … als Ausdruck Deines Willens … Deine eigene „Schöpfung“ – DU selbst.

Es ist nichts Neues … es ist nur Erinnerung.

So kannst Du mit allem verfahren … Bezeichnungen, Richtungen, Maßen, Begrenzungen, Verhältnissen und allem übrigen im Raum … in Gegenteile zerfallene, aus Dir geschaffene und außerhalb von Dir erscheinende … an sich NICHTige Merkmale, Namen, Eigenschaften.

Erkenntnis:

Räumliche Verhältnisse sind NICHT an SICH. Sie SIND nur entsprechend Deinem Standort, Deiner Gegenwart, Deiner Anschauung. Wechselt Du eines davon wechseln die Verhältnisse … Urteile widersprechen sich, verneinen sich, heben sich zu nichts auf.

Räumliche Unter – Scheidung hat an SICH keine Geltung, keine Bedeutung, keine Gültigkeit … Sie ist Erscheinung  … nicht Wahrheit.

Du erkennst: Raum an sich ist leer und ohne Bedeutung.

Und was Dir in räumlicher Betrachtung als Verschiedenheit erscheint, ist willkürliche, durch gegensätzlichen Standort in Gegensätze ur – teilende, an SICH nichtige Unterscheidung in Dir … aus Dir … und auf Dich wirkend. Wirkung und Wirklichkeit … nicht Wahrheit.

Aus der unter-scheidenden Wahrnehmung heraus nimmst Du die Dinge mit ihren Eigen-schaften wahr. Dabei sind die Eigenschaften nur ein Ausfluss Deiner Eigen-heit in Dir … ein Abbild Deiner Konditionierungen und Muster … Abbild Deiner selbst … und damit Dein Ver – Halten oder Verhältnis zu den Dingen … Dein Stand und Ver-Stand … Dein Zu-Stand zum jeweiligen Gegen-Stand.

So kennzeichnest Du für Dich Dein Stellung zum gegenständlich aufgefassten Gedanken … nämlich Deine Vor-Stellung … als Auslegung Deines Innen-Lebens als Wieder-Schein von Dir be-liebter Bewertung. So erzeugst Du aus Dir heraus Deine Über-Zeugung … Deine Schöpfung … Du selbst.

So ist klare Erkenntnis.

Die Eigenschaften der Dinge sind eigen geschaffen aus uns selbst.

Eigenschaften sind Erscheinungen … nicht Wahrheit.

Wenn wir nun rechts und links … und genauso oben und unten als solches erkannt und aufgelöst haben, dann folgt daraus, dass es auch kein hin und her … kein auf und ab … kein vor und zurück … weder kommen noch gehen … kein fluten noch ebben … kein Stillstand und kein Wechsel geben kann.

Mit ausgelöschtem Raum ist Zeit ausgelöscht. Wie es keinen Raum „an sich“ gibt, so gibt es auch keine Zeit „an sich“.

Wenn Dein Standort im Raum bestimmt, was Du mit den Worten rechts oder links bezeichnest, so bestimmt Dein Standort in der Zeit, Dein Be-Stand, Deine An-Wesenheit, Dein Da-Sein, Deine Gegen-Wart … genauso was Du als Vergangenheit und als Zukunft unterscheidest. Und wie die Wahrnehmungen im Raum, so kommen auch diesen Wahrnehmungen keine Wahrheit zu.

Dein Standort im Raum bestimmt die Teilung eines Ganzen. Es ist ein von Dir gewählter Scheide-Punkt, der Dir das Recht zu geben scheint, gegensätzliche Verschiedenheit zu schaffen. Und genauso schafft Dein Standort in der Zeit Dein Da-Sein, Deine Gegen-Wart. Nur durch die Unter-Scheidung in Dir … in einem an sich ungeteilten Ganzen … und erschafft so Gegenteile von dem, was Eins ist.

Zeit an sich ist leer und bedeutungslos. Nur in Dir gibt es ein Vorher und Nachher. Nur in Dir ist und wirkt Zeit.

So wie die Sterne am Tag Deinen Sinnen nicht zugänglich sind, nicht da für die sinnliche Wahrnehmung, Du Dir aber ihrer bewusst bist, so ist auch die Vergangenheit und die Zukunft nicht sinnlich wahrnehmbar.  Aber Du bist Dir ihrer bewusst. Ich-Gegenwart verharrt in Vergangenheit und Zukunft … alles zur selben Zeit.

Wie Du Dich selber täuscht, indem Du den Raum vor Dir vom Raum hinter Dir unterscheidest, so täuscht Dich wieder indem Du Zeit vor Dir unterscheidest von Zeit nach Dir.

Wende Dich in Dir … und „Vergangenheit“ wird „Zukunft“ und Zukunft wird Vergangenheit … nur Worte ein und Des – Selben. Wenn Du die Zukunft siehst, ist das nichts anderes als wenn Du Dich an die Vergangenheit erinnerst. Du er – INNE – rst Dich an die Zukunft genauso, wie Du Dich an die Vergangenheit erinnerst. Und Zukunft und Vergangenheit ist ewige Gegenwart. Erinnerung ist Ver-Klärung … eine Bewusstmachung von Zeit und Raum.

Wenn Du Dich an Zeit erinnerst, ist das reine Denktätigkeit … nicht Zeit.

Wenn Du an die Zukunft denkst, ist das reine Denktätigkeit … nicht Zeit.

Zukunft und Vergangenheit sind Gedankenbilder … in Beziehung auf das, was wir Zeit „nennen“.  Nicht Zeit selbst.

Bist Du hungrig, macht Dich der Gedanke an eine vergangene Mahlzeit nicht satt und auch die Erwartung einer kommenden Mahlzeit macht Dich nicht satt. Weder Erinnerung an Zeit noch Erwartung von Zeit ist Zeit. Gäbe es Zeit, so wäre nur Gegenwart Zeit. Gegenwart jedoch ist nur der Standort des ICH … An-Wesen-Heit … Gegen-Wärtig – Keit. Also nur die Unter-Scheidung, was ICH Vergangenheit und Zukunft „nennt“. Eine gedankliche Unterscheidung … ohne Ausdehnung … nur ein Berührungspunkt von Gedanken in Dir. ICH – GEGEN – WART – nicht mehr. Es gibt keine Zeit vor ICH-Gegenwart und keine Zeit nach ICH-Gegenwart … keine Zeit ohne ICH-Gegenwart.

ICH-Gegenwart ist Zeit-Ewigkeit.

Darum haben wir das Gefühl, die Zeit „steht still“ oder „rennt dahin“ … darum haben wir „gute“ und „schlechte“ Zeiten … darum haben wir Erwartung und Erinnerung … alles erschaffen in uns selbst.

Erkenntnis:

Was Dir als Vor-Gang erscheint, als Wechsel, als Dauer, als Änderung, ist nicht „an sich“.

Es sind willkürliche von Dir, Deiner Wahl entsprechend, von Deinem Standpunkt aus gegen-Teilige auseinander spaltende, „an sich“ nichtige Unterscheidungen in Dir.

Es sind Kennzeichnungen Deiner Gegenwart zum Gegenstand … Kennzeichnungen Deiner Auffassungen und Wertungen … Wiedergabe Deiner wechselnden Ge-Sinn-ung … in Dir gezeugte Ein-Bildung … in Dir erzeugtes Bild … Du selbst.

Keine Zeit vor Dir … keine Zeit nach Dir … keine Zeit ohne Dich.

So wurde klar erkannt … Eigen-geschaffenes geben wir zu den Dingen und sagen dann dazu „Eigenschaften“ der Dinge.

 

 

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